Slow Cooker: Was hat es mit Schongarern auf sich?

 

 

Slow Cooking erinnert an die Kochmethoden unserer Urgroßmütter und Großmütter. Auf deren Kohleherden köchelten Eintöpfe bei niedrigen Temperaturen stundenlang vor sich hin und Fleisch schmorte langsam in der Ofenröhre zu butterweichem Braten. Heute gibt es für diese schonende Garmethode elektrische Langsamkocher, die als Slow Cooker oder auch Schongarer bekannt sind. Diese Kochgeräte bestehen im Wesentlichen aus einem doppelwandigen Gehäusetopf mit Heizschleifen und Bedienelementen, einem Innentopf für die Speisen und dem Deckel. Viele Slow-Cooker-Modelle sind mit einem Innentopf aus Keramik ausgestattet, es gibt aber auch Varianten aus antihaftbeschichtetem Metall.

 

Wie funktioniert ein Slow Cooker?

 

Slow Cooking mit dem Schongarer funktioniert denkbar einfach. Einfach die vorbereiteten Zutaten in den Einsatztopf geben, Deckel drauf und Topf anstellen. Langsam erhitzen sich die Speisen und garen mehrere Stunden bei Temperaturen unter dem Siedepunkt. Nichts brennt an oder muss umgerührt werden. Während der Garzeit sollte der Topf möglichst geschlossen bleiben, damit keine Flüssigkeit verdampft. Die Garmethode ist energiesparend und vitaminschonend, wobei auch hartes Gemüse und derbes Fleisch zart und weich werden.

 

Für wen empfehlen sich Schongarer?

 

Slow Cooker eignen sich für Familien genauso wie für den Singlehaushalt, schließlich sind die Elektrotöpfe in verschiedenen Größen erhältlich. Wer wenig Zeit zum Kochen hat und dennoch frische warme Mahlzeiten auf den Tisch bringen möchte, ist mit einem Schongarer sicher gut beraten. Dabei werden besonders Liebhaber von schmackhaften Eintöpfen und saftigen Braten diese Zubereitungsart zu schätzen wissen.

 

Vorteile auf einen Blick:

 

– Vitaminschonendes Garen
– Kein umrühren, kein anbrennen
– Intensiver Geschmack, da nichts verkocht
– Zarte Konsistenz auch bei durchwachsenem Fleisch
– Das Gerät muss nicht beaufsichtigt werden
– Energiesparend

 

Welche Speisen und Gerichte eignen sich zum Langsamgaren?

 

Für Suppen und Eintöpfe aller Art sind Slowcooker geradezu prädestiniert. Ebenso ideal sind die Schongarer für allerlei saftige Fleischgerichte wie Rouladen, Geschnetzeltes und Hackbraten. Gemüse und Hülsenfrüchte lassen sich in den Töpfen genauso gut zubereiten wie Apfel- oder Pflaumenmus. Selbst für Kuchen und Cremé-Speisen eignen sich die Geräte.

 

Welche Lebensmittel sind nicht geeignet?

 

Wer ein kurz gebratenes Steak essen möchte, nutzt besser eine Pfanne. Krustenbraten und Brathähnchen werden zwar gar aber nicht knusprig. Milch, Fisch und Pasta vertragen die langsame Garmethode, sondern flocken aus oder zerfallen während der langen Garzeit.

 

Was ist sonst noch zu beachten?

 

Der Innentopf eines Slow Cooker sollte mindestens zur Hälfte und maximal zu zwei dritteln gefüllt sein. Anbraten von Fleisch ist nicht nötig und bei der geringen Hitze in dem Elektrotopf auch nicht möglich. Wer auf die Röstbräune nicht verzichten möchte, muss das Fleisch meist in einer herkömmlichen anbraten. Da bei stets geschlossenem Deckel gegart wird, entweicht kaum Flüssigkeit. Deshalb ist nur wenig Wasser nötig, meist reicht es, wenn der Boden bedeckt ist.

 

 

Gemüse sollte unter dem Fleisch platziert werden, um die unterschiedlichen Garzeiten auszugleichen. Slow Cooking erfordert etwas Planung und Vorbereitung. Schließlich müssen die Zutaten schon Stunden vor der Mahlzeit in den Topf. Einmal angestellt arbeitet der Kocher selbstständig und muss nicht beaufsichtigt werden. Viele Nutzer verlassen sogar das Haus, während der Slow Cooker das Essen gart. Für Berufstätige empfiehlt sich ein programmierbares Gerät mit Zeitschaltuhr.


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