Das perfekte Steak auf dem neuen Holzkohlegrill

 

 

Die Möglichkeit, Essen auf Feuer zuzubereiten, brachte den Menschen bereits während der Steinzeit große Vorteile. Fleisch wurde durch die Hitze leichter verdaulich gemacht. Das war die Voraussetzung für ein komplexes und leistungsfähiges Gehirn.

 

Grillen – Eine uralte Methode des Kochens

 

Das Grillen auf offenem Feuer ist eine sehr ursprüngliche Methode, die bis heute beliebt ist. Lange wurde dafür ausschließlich Holz als Brennmaterial verwendet. Das richtige Holz – am besten funktioniert übrigens Buche oder Birke – verleiht dem Fleisch nicht nur ein einzigartiges Aroma, sondern bietet auch eine schöne Atmosphäre als anschließendes Lagerfeuer. Leider haben viele Grillfans nicht mehr die Möglichkeiten, passendes Holz im eigenen Garten trocken zu lagern.

 

Außerdem ist zumindest eine Stunde Vorlaufzeit nötig, damit eine Glut entsteht, die heiß genug zum Grillen ist. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht gegeben sind, bietet sich Holzkohle als die perfekte Alternative an. Sie wird unter Luftabschluss aus Laubholz hergestellt. So verbrennen alle entflammbaren Bestandteile des Holzes. Zündet man Holzkohle an, liefert sie nur noch die Glut, die fürs Grillen notwendig ist.

 

Holzkohle – Die Alternative zum Lagerfeuer

 

Im Gegensatz zu normalem Holz oder Briketts lässt sich Holzkohle leicht entzünden. Die Glut ist nach etwa 20 bis 30 Minuten bereit. Im richtigen Holzkohlegrill kann sie sogar höhere Temperaturen als auf dem Herd oder im Backofen erreichen! Das ist die Voraussetzung für den perfekten Geschmack. Durch eine chemische Reaktion, die sogenannte Maillard Reaktion, welche nur bei großer Hitze stattfindet, können Fleisch und Würstchen knusprig angebraten werden und die besten Röstaromen entwickeln.

 

Wie erreicht man die optimale Glut zum Grillen?

 

Die optimale Glut zu erreichen ist aber gar nicht so einfach. Über die richtige Technik des Anfeuerns gibt es zahlreiche Meinungen. Natürlich könnte man einfach eine brandbeschleunigende Substanz wie Spiritus oder gar Benzin verwenden. Das riecht nicht nur unangenehm, sondern ist auch richtig gefährlich! Stattdessen sollten spezielle Grillanzünder verwendet werden. Feste Anzündwürfel werden nach und nach mit Kohle bedeckt, bis ausreichend Glut vorhanden ist. Auch natürliche Mittel aus Spänen, Wachs oder Holz sind hierfür schon erhältlich.

 

Der wichtigste Stoff ist aber die Luft! Die glühende Holzkohle benötigt Sauerstoff, damit sie nicht erstickt. Der kann etwa durch einen Blasebalg oder einen speziellen Föhn zugeführt werden. Natürlich hilft auch Pusten oder Wedeln mit einem Stück Karton. Noch einfacher funktioniert es mit einem Anzündkamin. Er wird mit der Holzkohle befüllt und von unten mit einem brennenden Anzündwürfel, Holz oder auch Zeitungspapier befeuert. Nach etwa 15 bis 20 Minuten ist die Kohle bereit zum Grillen.

 

Welcher Holzkohlegrill passt zu meinen Ansprüchen?

 

Die Eigenschaften von Holzkohle ermöglichen große Flexibilität. Sie ist nicht nur in kurzer Zeit zum Grillen bereit, sondern braucht auch wenig Zubehör. Theoretisch könnte auch über einem mit Holzkohle gefüllten Loch im Boden und einem Grillrost gegrillt werden. Der klassische Kugelgrill ist schon für wenig Geld erhältlich. Er ist sehr vielseitig und einfach zu bedienen.

 

Meist kann die Luftzufuhr reguliert und die Temperatur gut kontrolliert werden. Durch den Deckel könnte er theoretisch sogar als Backofen für Pizza oder ähnliches eingesetzt werden. Luxuriöser ist der Grillwagen oder ein stationärer Grillkamin. Auch Schwenk- oder Säulengrill haben ihre Vorteile. Die Auswahl an verschiedenen Bauweisen ist fast unübersichtlich. Wer das perfekte Modell für die nächste Grillsaison finden möchte, kann sich auch verschiedene Holzkohlegrills im Vergleich ansehen.

 

Tipps und Tricks für das perfekte Steak

 

Verschiedene Modelle bieten verschiedene Möglichkeiten, das Grillgut zuzubereiten. Aber welche ist die richtige? Sollte das Fleisch direkt oder indirekt mit Hitze gebraten werden? Das ist vor allem Geschmackssache. Für direkte Hitze kann der gesamte Grill mit Holzkohle befüllt werden. Auf diese Weise können Kotelette, Steak oder Burgerpatties schnell angebraten werden und bekommen eine knusprige Kruste.

 

Größere Stücke Fleisch oder sogar ein Schweinebraten benötigen eine längere Zeit über der Hitze. Für ein langsames Garen sollte mit indirekter Hitze und im besten Fall mit einem Deckel auf dem Grill gearbeitet werden. Für die optimale Temperatur zur Zubereitung bieten viele Modelle bereits einen eingebauten Thermometer. Bis zu 200°C besteht nicht das Risiko, dass sich gesundheitsgefährdende Stoffe bilden oder das Fleisch verkohlt.

 

In einem Kugelgrill lässt sich die Temperatur einfach durch Öffnen oder Schließen des Lüftungsschiebers, also durch die Sauerstoffzufuhr kontrollieren. Alternativ kann auch die Höhe des Rostes über der Holzkohle verändert werden. Um die richtige Grilltemperatur für einen längeren Grillabend aufrecht zu erhalten, sollte man rechtzeitig mit einem ausreichenden Vorrat an Holzkohle vorsorgen. So steht dem Grillvergnügen nichts mehr im Wege!

 

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